Music Business ist Show Business und entsprechend wichtig ist der Look!
Man darf sich zu Recht fragen, wie erfolgreich Artists & Bands wie z.B. Sex Pistols, The Who, Madonna, Run DMC, Kiss, Nirvana, David Bowie, Michael Jackson, Prince, Rammstein, Elvis Presley, Slipknot, Lady Ga Ga, Tokio Hotel, Mr.Manson oder gar die Beatles gewesen wären, wenn ihr Look weniger Aufsehen erregt hätte. Ob nun der Künstler selbst oder aber sein aufgewecktes Artist Management für den Look gesorgt hat, spielt dabei erst einmal keine Rolle, zeugt aber von der jeweiligen Weitsicht.
Für uns als Artist Management ist es immer noch erschreckend, wie gedankenlos Artists & Bands mit diesem Thema umgehen und rein auf ihre Musik vertrauen. Natürlich ist die Musik ein elementarer Bestandteil und die Qualität und Kreativität muss stets hervorragend sein, um in einem extrem umkämpften Markt auch langfristig Erfolg zu haben. Nichts desto trotz ist es oftmals der Look, der die Aufmerksamkeit des Mainstreams auf sich zieht und so auch die Musik viral zu verbreiten hilft. Der Look fungiert quasi als Turbo, der den Grad der Bekanntheit extrem beschleunigen kann.
Die Konkurrenzsituation für heutige Musikschaffende ist aufgrund des Internets, der gefallenen Produktionskosten und der Möglichkeit, die Musik auch D.I.Y. veröffentichen zu können, extrem kritisch zu betrachten. Um so wichtiger ist es, sich mit allen nur erdenklichen Mitteln von Mitbewerbern abzuheben, um Fans an sich binden zu können. Sich in Sachen Kleidung darauf zu beschränken, zu tragen, was die angepeilte Zielgruppe trägt, langt dabei schon lange nicht mehr und funktioniert nur bei den allerwenigsten Ausnahmen, die es geschafft haben, dieses 'Manko' anders zu kompensieren. Gerade Jugendliche, die sich mit der Selbstfindung auseinandersetzen, verlangen unterschwellig nach Führung und Inspiration. Da wäre es ungeschickt nur zu bieten, was sie schon kennen! Letzteres gilt natürlich auch für sämtliche Medien. Kreativität kennt bei der Auswahl des Looks selbstverständlich erst einmal keine Grenzen, aber die Street-Cred sollte nicht ausser Acht gelassen werden, denn die Grenze zur Peinlichkeit ist ein schmaler Grad. Was davor schützen kann, ist eine entsprechende Recherche, die hilft, die eigenen Grenzen für den angepeilten Look zu hinterfragen.
Aktuelle Streetlooks findet man z.B. auf Websites wie www.lookbook.nu. Hier kann man einen gedanklich kreierten Look hinterfragen, findet Anregungen und erfährt, was es unter Umständen zu toppen gilt.
Um schlussendlich noch einmal auf die Überschrift Bezug zu nehmen:
"Music Business ist Show Business und da ist nur sehr wenig real. Ich lernte folglich, mich zu tarnen, zu tricksen, zu täuschen und listenreich zu sein!" (Iggy Pop)
In diesem Sinne.... ;)

Kommentare
Bitte melden Sie sich Logan oder registrieren Sie sich um kommentieren zu können.